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Passung von Beratungsanlass und -methode

Unterschiedliche Beratungsanlässe erfordern unterschiedliche Beratungsgespräche. Wer sich selbst seiner eigenen Vor- und Einstellungen bewusst werden will, benötigt keine Ratschläge - nicht einmal Fragen. Wer in Konflikt mit sich selbst oder anderen Personen steht, will seinen Interessen Gehör verleihen und diese nicht auch noch vor einem Moderator verteidigen müssen. Wer sein pädagogisches Handeln, z.B. als Lehrer, hospitieren lassen möchte, will sich nicht im anschließenden Auswertungsgespräch wie ein Auszubildender fühlen. Und wer nach Handlungsmöglichkeiten in  Problemzusammenhängen sucht, will hierbei systematische Unterstützung erhalten, aber sich nicht mit prinzipell immergleichen Vorschlägen oder Problemumdeutungen auseinandersetzen müssen.

Zahnrad

Ein professioneller Berater muss auf diese unterschiedlichen Anforderungen schnell reagieren können und gleichzeitig fachmethodisch konsistent sowie konzeptionell verbindlich bleiben. Denn diese Eigenschaften sind die Grundlage dafür, dass Rat- oder Klärung-Suchende persönliche Sicherheit und entgegengebrachtes Vertrauen im Beratungsgespräch erleben. Professionelle Beratung, die diesem Anspruch gerecht wird, stützt sich auf drei Säulen:

  • ein Beratungsprinzip, das für alle Beratungsanlässe Verbindlichkeit beanspruchen kann.
  • einzelne Beratungs-Vorgehensweisen, die den spezifischen Beratungsanlässen gerecht werden.
  • die professionelle Haltung des Beraters, durch die gewährleistet ist, dass er - jenseits von eigener Hybris, eigenem Narzismus oder persönlichem ökonomischem Interesse - ausschließlich im Dienste seines Klienten (w/m) agiert.